Verhaltensstörungen

Zwangsstörungen

Wenn Gedanken und Handlungen außer Kontrolle geraten.

Das Problem

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Zwangsstörungen erleben ein ständiges inneres Spannungsgefühl.
Wiederkehrende Gedanken oder Handlungen scheinen sich dem eigenen Willen zu entziehen: Hände werden immer wieder gewaschen, Dinge ständig kontrolliert, Rituale streng eingehalten, obwohl Betroffene wissen, dass sie übertrieben sind. Dieses Verhalten ist kein Zeichen mangelnder Disziplin, sondern Ausdruck einer Dysbalance im Nervensystem.

Das Gehirn reagiert überaktiv auf Stress, Sicherheitssignale werden falsch bewertet und lassen keine Entspannung mehr zu.

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Was steckt hinter Zwangsstörungen?

Zwangsstörungen entstehen, wenn Reizverarbeitung und Hemmmechanismen im Gehirn nicht harmonisch zusammenarbeiten.

Bestimmte neuronale Netzwerke, vor allem in den Bereichen für Selbstregulation und emotionale Kontrolle, sind überaktiv, während „bremsende“ Systeme zu wenig aktiv sind.

Aufdringliche, sich wiederholende Gedanken (Zwangsgedanken).
Ritualisierte Handlungen oder Kontrollzwänge.
Starke innere Anspannung, wenn Rituale unterbrochen werden.
Überhöhtes Verantwortungsgefühl und Perfektionismus.
Körperliche Unruhe oder Stresssymptome.

Diese Muster halten den Körper in einem ständigen Alarmzustand. Doch sie sind trainierbar, wenn das Nervensystem lernt, Reize wieder richtig zu bewerten und zu verarbeiten.

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Wer ist betroffen?

Zwangsstörungen können in jedem Alter auftreten.

Viele verbergen ihre Symptome aus Angst vor Bewertung, dabei ist Zwang kein Charakterproblem, sondern eine neurophysiologische Fehlsteuerung, die sich beeinflussen lässt.

Kinder

Zeigen früh Rituale oder übermäßige Ordnungsliebe, um innere Unsicherheit zu regulieren.

Jugendliche

Erleben wiederkehrende Kontrollgedanken oder Handlungen, die sie belasten und beschämen.

Erwachsene

Kämpfen mit quälenden Routinen, Schlafproblemen oder mentaler Erschöpfung.

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Wie hilft unser Training bei Zwangsstörungen

Unser neurophysiologisches Training setzt an der Basis an. Bei der Verarbeitung von Sinnesreizen und der Bewegungssteuerung.

Ziel ist es, die Gehirnvernetzung zu fördern und das sensorische Gleichgewicht herzustellen, damit Reize besser gefiltert und soziale und emotionale Reaktionen erleichtert werden.

Durch gezielte Reflex-, Bewegungs-, Koordinations- und Wahrnehmungsübungen werden neuronale Verbindungen gestärkt.

Dabei lernen viele Trainingspartner, ihren Körper bewusster wahrzunehmen und im Alltag mehr innere Ruhe und Sicherheit zu entwickeln.

Das Training orientiert sich an den individuellen Ressourcen jedes Trainingspartners, ohne Überforderung und mit sichtbaren Fortschritten.

Ergebnisse die häufig beobachtet werden:

Weniger innere Anspannung und Kontrollzwang
Bessere emotionale Selbststeuerung
Stabilerer Schlaf und geringere Stressbelastung
Gesteigerte Konzentration und Handlungsfreiheit
Mehr Vertrauen in das eigene Empfinden

Intervention bei Zwangsstörungen