Dyspraxie & Dysgraphie
Wenn Bewegung und Schreiben zur Herausforderung werden.
Das Problem
Kinder und Jugendliche mit Dyspraxie oder Dysgraphie zeigen häufig Schwierigkeiten, Bewegungen gezielt zu planen oder feinmotorische Abläufe zu koordinieren. Das betrifft nicht nur das Schreiben, sondern auch Alltagsbewegungen. Vom Binden der Schuhe bis zum Halten eines Stiftes.
Oft wissen Betroffene genau, was sie tun wollen, können es aber motorisch nicht richtig umsetzen. Das führt zu Frustration, langsamerem Lernen und geringem Selbstvertrauen.
Die Ursache liegt meist nicht im „Nichtkönnen“, sondern in einer unvollständigen neurologischen Reifung der Motorik- und Wahrnehmungszentren.
Was steckt hinter Dyspraxie und Dysgraphie?
Dyspraxie beschreibt eine Störung in der motorischen Planung und Ausführung von Bewegungen.
Das Gehirn hat Schwierigkeiten, sensorische Informationen (z. B. Lage, Bewegung, Muskelspannung) präzise in Bewegungsbefehle umzusetzen.
Dysgraphie betrifft die schriftmotorische Steuerung. Buchstaben und Wörter werden unleserlich, langsam oder unregelmäßig geschrieben, obwohl die intellektuellen Fähigkeiten völlig normal oder sogar hochbegabt sind.
Diese Schwierigkeiten haben eine neurophysiologische Ursache.
Die Verbindung zwischen Wahrnehmung, Motorik und Gehirnsteuerung arbeitet nicht synchron genug. Sie lässt sich jedoch gezielt trainieren.
Wer ist betroffen?
Dyspraxie und Dysgraphie treten meist im Kindesalter auf, können aber auch Jugendliche und Erwachsene betreffen.
Viele leben mit der Annahme, sie seien „ungeschickt“ oder „kreatives Chaos“. Tatsächlich handelt es sich um trainierbare neuronale Unterschiede.
Kinder
Zeigen motorische Unsicherheiten, Schwierigkeiten beim Schreiben oder auffällige Bewegungsmuster.
Jugendliche
Erleben Frustration im Schulalltag, weil das Schriftbild nicht mit dem Wissen mithalten kann.
Erwachsene
Behalten oft feinmotorische Unsicherheiten, Koordinationsprobleme oder Ermüdung bei Tätigkeiten, die Präzision erfordern.
Wie hilft unser Training bei Dyspraxie und Dysgraphie?
Unser neurophysiologisches Training setzt an der Basis an. Bei der Verarbeitung von Sinnesreizen und der Bewegungssteuerung.
Ziel ist es, die Gehirnvernetzung zu fördern und das sensorische Gleichgewicht herzustellen, damit Reize besser gefiltert und soziale und emotionale Reaktionen erleichtert werden.
Durch gezielte Reflex-, Bewegungs-, Koordinations- und Wahrnehmungsübungen werden neuronale Verbindungen gestärkt.
Dabei lernen viele Trainingspartner, ihren Körper bewusster wahrzunehmen und im Alltag mehr innere Ruhe und Sicherheit zu entwickeln.
Das Training orientiert sich an den individuellen Ressourcen jedes Trainingspartners, ohne Überforderung und mit sichtbaren Fortschritten.
Ergebnisse die häufig beobachtet werden:
Intervention bei Dyspraxie & Dysgraphie
1. Neurofunktionalles Assessment
Ein ganzheitlicher Check des Nervensystems:
Wir erfassen die Entwicklung von Reflexen und aller Sinne und bewerten zusätzlich neuroimmunologische Einflüsse.
2. Individueller Trainingsplan
Wir entwickeln einen maßgeschneiderten Trainingsplan, der gezielt an den vorhandenen Stärken ansetzt und Schwächen systematisch ausgleicht.
3. Durchführung des Trainings
Durchführung des neurophysiologischen Trainingsplans mit professioneller Anleitung und regelmäßiger Überprüfung der Ergebnisse.
