Tics & Tourette
Wenn Bewegungen und Geräusche nicht mehr steuerbar sind.
Das Problem
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Tics oder Tourette-Syndrom erleben wiederkehrende, unwillkürliche Bewegungen oder Lautäußerungen. Diese Impulse lassen sich meist nur kurzfristig unterdrücken, je mehr man versucht, sie zu kontrollieren, desto stärker werden sie.
Die Ursache liegt nicht im „Willen“ der Betroffenen, sondern in einer neurologischen Fehlsteuerung der Reizverarbeitung.
Das Gehirn sendet ungewollte Aktivierungssignale an Muskeln und Stimme, weil die hemmenden Systeme im Nervensystem nicht optimal funktionieren.
Was steckt hinter Tics und Tourette?
Tics entstehen, wenn neuronale Schaltkreise zwischen motorischen, emotionalen und sensorischen Zentren nicht harmonisch zusammenarbeiten.
Das betrifft zentral die Basal-Ganglien. Die Gehirnstrukturen, die für Bewegungssteuerung und Impulskontrolle verantwortlich sind.
Tics sind nicht bewusst gesteuert, sie spiegeln eine Überaktivität bestimmter neuronaler Netzwerke wider, die sich durch gezieltes Training regulieren lassen.
Wer ist betroffen?
Tics treten meist im Kindesalter auf, können aber auch Jugendliche und Erwachsene begleiten.
Viele Betroffene erleben starke Symptome in Stresssituationen. Ein Hinweis darauf, dass das vegetative Nervensystem überreizt ist und durch Training beruhigt werden kann.
Kinder
Entwickeln häufig motorische oder stimmliche Tics, die sich in Phasen verstärken oder verändern.
Jugendliche
Erleben sozialen Druck, Unsicherheit und Scham, da sie die Tics kaum kontrollieren können.
Erwachsene
Leiden unter Erschöpfung, Scham oder Stress durch die ständige innere Anspannung.
Wie hilft unser Training bei Tics und Tourette?
Unser neurophysiologisches Training setzt an der Basis an. Bei der Verarbeitung von Sinnesreizen und der Bewegungssteuerung.
Ziel ist es, die Gehirnvernetzung zu fördern und das sensorische Gleichgewicht herzustellen, damit Reize besser gefiltert und soziale und emotionale Reaktionen erleichtert werden.
Durch gezielte Reflex-, Bewegungs-, Koordinations- und Wahrnehmungsübungen werden neuronale Verbindungen gestärkt.
Dabei lernen viele Trainingspartner, ihren Körper bewusster wahrzunehmen und im Alltag mehr innere Ruhe und Sicherheit zu entwickeln.
Das Training orientiert sich an den individuellen Ressourcen jedes Trainingspartners, ohne Überforderung und mit sichtbaren Fortschritten.
Ergebnisse die häufig beobachtet werden:
Intervention bei Tics und Tourette
1. Neurofunktionalles Assessment
Ein ganzheitlicher Check des Nervensystems:
Wir erfassen die Entwicklung von Reflexen und aller Sinne und bewerten zusätzlich neuroimmunologische Einflüsse.
2. Individueller Trainingsplan
Wir entwickeln einen maßgeschneiderten Trainingsplan, der gezielt an den vorhandenen Stärken ansetzt und Schwächen systematisch ausgleicht.
3. Durchführung des Trainings
Durchführung des neurophysiologischen Trainingsplans mit professioneller Anleitung und regelmäßiger Überprüfung der Ergebnisse.
