Verhaltensstörungen
Zwangsstörungen
Wenn Gedanken und Handlungen außer Kontrolle geraten.
Das Problem
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Zwangsstörungen erleben ein ständiges inneres Spannungsgefühl.
Wiederkehrende Gedanken oder Handlungen scheinen sich dem eigenen Willen zu entziehen: Hände werden immer wieder gewaschen, Dinge ständig kontrolliert, Rituale streng eingehalten, obwohl Betroffene wissen, dass sie übertrieben sind. Dieses Verhalten ist kein Zeichen mangelnder Disziplin. Zwänge sind eine ernstzunehmende Erkrankung, die viel Kraft kostet.

Was steckt hinter Zwangsstörungen?
Bei Zwangsstörungen wirken nach heutigem Wissen mehrere Faktoren zusammen, biologische ebenso wie psychische. Typische Anzeichen sind:
- Aufdringliche, sich wiederholende Gedanken (Zwangsgedanken).
- Ritualisierte Handlungen oder Kontrollzwänge.
- Starke innere Anspannung, wenn Rituale unterbrochen werden.
- Überhöhtes Verantwortungsgefühl und Perfektionismus.
- Körperliche Unruhe oder Stresssymptome.
Diese Muster halten den Körper oft in einem dauerhaften Alarmzustand.

Wer ist betroffen?
Zwangsstörungen können in jedem Alter auftreten.
Viele verbergen ihre Symptome aus Angst vor Bewertung, dabei ist Zwang kein Charakterproblem. Die Behandlung gehört in ärztliche oder psychotherapeutische Hände; unser Training kann ergänzend dazukommen.
Kinder
Zeigen früh Rituale oder übermäßige Ordnungsliebe, um innere Unsicherheit zu regulieren.
Jugendliche
Erleben wiederkehrende Kontrollgedanken oder Handlungen, die sie belasten und beschämen.
Erwachsene
Kämpfen mit quälenden Routinen, Schlafproblemen oder mentaler Erschöpfung.

Wie hilft unser Training bei Zwangsstörungen?
Unser Training setzt bei Wahrnehmung und Bewegung an. Wir kombinieren Reflex-, Bewegungs-, Gleichgewichts-, Koordinations- und Wahrnehmungsübungen und stimmen sie auf die persönlichen Fähigkeiten, Herausforderungen und Ziele ab.
Ein Schwerpunkt ist, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Wir passen die Übungen laufend an, ohne zu überfordern. Wie sich das Training im Alltag auswirkt, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Unser Training ist ein ergänzendes Angebot. Es ersetzt keine notwendige ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Unsere Trainingsschwerpunkte:
- Körperwahrnehmung
- Atmung und Rhythmus
- Gleichgewicht und Koordination
- Bewegung als Ausgleich zum Alltag
- Wahrnehmungsübungen
So läuft das Training ab

1. Individuelle Bestandsaufnahme
Zu Beginn beobachten wir Bewegungsabläufe, Koordination, Gleichgewicht und Reaktionen auf verschiedene Wahrnehmungsreize. Das dient der Planung des Trainings und ersetzt keine ärztliche Diagnostik.

2. Individueller Trainingsplan
Wir stellen einen individuellen Trainingsplan zusammen, der an vorhandenen Stärken ansetzt und die persönlichen Ziele berücksichtigt.

3. Durchführung des Trainings
Das Training findet mit fachlicher Anleitung statt. Wir besprechen den Verlauf regelmäßig und passen die Übungen an.

