Lernstörungen
Sprachstörungen
Wenn Kommunikation zur Herausforderung wird.
Das Problem
Kinder, aber auch Jugendliche und Erwachsene mit Sprachstörungen haben Schwierigkeiten, sich klar auszudrücken oder Sprache richtig zu sprechen.
Das kann zu Frustration, Unsicherheit und sozialem Rückzug führen. Oft zeigt sich eine verzögerte Sprachentwicklung, undeutliche Aussprache oder das falsche Erfassen von Wörtern und Satzstrukturen.
Hinter diesen Schwierigkeiten steckt kein mangelndes Sprachinteresse. Die Gründe sind individuell verschieden.

Was steckt hinter Sprachstörungen?
Sprechen ist die komplexeste Leistung des Gehirns.
Sie erfordert die Verknüpfung von Hören, Bewegung, Atmung, Aufmerksamkeit und emotionaler Regulation.
Wenn einzelne dieser Systeme nicht vollständig integriert sind, können Sprachstörungen entstehen und die Sprachentwicklung deutlich beeinträchtigt werden.
- Artikulationsstörungen (Laute werden ausgelassen, vertauscht oder undeutlich gesprochen).
- Sprachverständnisstörungen (gesprochene Sprache wird nicht richtig verarbeitet).
- Sprachentwicklungsverzögerungen (langsame Wortschatz- oder Grammatikentwicklung).
- Sprechflussstörungen (Stottern, stockendes oder hastiges Sprechen).
Sprachstörungen gehören in logopädische bzw. ärztliche Abklärung und Behandlung. Unser Training kann ergänzend an Wahrnehmung, Bewegung und Atmung ansetzen.

Wer ist betroffen?
Sprachstörungen können in jeder Altersstufe auftreten, beginnen jedoch meist im frühen Kindesalter.
Oft sind Betroffene sehr wissbegierig und haben viel zu sagen, auch wenn ihnen das Sprechen schwerfällt.
Kinder
Sprechen verspätet, unverständlich oder bilden grammatikalisch unvollständige Sätze.
Jugendliche
Haben Schwierigkeiten, sich präzise auszudrücken oder Sprache emotional angemessen einzusetzen.
Erwachsene
Können nach Entwicklungsverzögerungen oder neurologischen Belastungen weiterhin Unsicherheiten im Sprachfluss zeigen.

Wie hilft unser Training bei Sprachstörungen?
Unser Training setzt bei Wahrnehmung und Bewegung an. Wir kombinieren Reflex-, Bewegungs-, Gleichgewichts-, Koordinations- und Wahrnehmungsübungen und stimmen sie auf die persönlichen Fähigkeiten, Herausforderungen und Ziele ab.
Ein Schwerpunkt ist, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Wir passen die Übungen laufend an, ohne zu überfordern. Wie sich das Training im Alltag auswirkt, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Unser Training ist ein ergänzendes Angebot. Es ersetzt keine notwendige ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Unsere Trainingsschwerpunkte:
- Hörwahrnehmung
- Atmung und Rhythmus
- Mundmotorik in Bewegungsspielen
- Koordination
- Aufmerksamkeit während der Übungen
So läuft das Training ab

1. Individuelle Bestandsaufnahme
Zu Beginn beobachten wir Bewegungsabläufe, Koordination, Gleichgewicht und Reaktionen auf verschiedene Wahrnehmungsreize. Das dient der Planung des Trainings und ersetzt keine ärztliche Diagnostik.

2. Individueller Trainingsplan
Wir stellen einen individuellen Trainingsplan zusammen, der an vorhandenen Stärken ansetzt und die persönlichen Ziele berücksichtigt.

3. Durchführung des Trainings
Das Training findet mit fachlicher Anleitung statt. Wir besprechen den Verlauf regelmäßig und passen die Übungen an.

